Reiseführer Great Barrier Reef

Das (übersetzt) „Große Barriere Riff“ vor den Küsten Australiens, am Rande der Südsee gehört seit 30 Jahren zum Weltnaturerbe der UNESCO und ist eine der beeindruckendsten Großlandschaften der Erde, soweit man bei ein paar kleinen trockenen Flecken mitten im Ozean von einer Landschaft sprechen kann. In seiner Längenausdehnung erreicht das Great Barrier Riff die Größenordnung Norwegens, genauer gesagt der Länge von Norwegens Atlantikküste. Während manch anderes Riff sich um neugebildete Vulkankrater herum aufbaute, ist dieses große Riff ganz anders entstanden. Die Erstreckung des Great Barrier Riffs annähernd parallel zum australischen Festland ist nämlich kein Zufall – vielmehr sind hier australische Gebirgszüge, die früher einmal zum Festland gehörten, durch Anstieg des Meerespiegel überflutet worden, und durch weitere Meerspiegelschwankungen konnten die ausgedehnten Korallenriffe wachsen.

Das weitere Wachstum des Riffs ist im Gange und kann alljährlich im November besonders intensiv wahrgenommen werden: Es ist die Zeit der Korallenblüte, während derer unter großer Farbenpracht die Korallen bei einer Wassertemperatur von 27 Grad Celsius reichlich Eizellen und Samen ausstoßen und damit ihre Fortpflanzung sichern.

Das Riff ist selbstverständlich ein großes Forschungsgebiet für Naturwissenschaftler und Ökologen. Für Touristen interessant ist vor allem die Augenweide, die die Natur hier bietet, über und unter Wasser. Für Taucher und Schnorchler ein Eldorado, vor allem am äußeren Rand, also dem südseeseitigen Rand des Riffs, kommen aber auch Touristen hier zu ihrem Recht, die lieber auf trockenem Boden bleiben: Für sie gibt es die  Möglichkeit, im Glasbodenboot die oberflächennahe Unterwasserwelt zu bestaunen. Über 800 Dienstleister mit 1500 Booten bieten in den australischen Küstenorten ihre Dienste an. Vor allem von Cairns und Airlie Beach aus transportieren sie jährlich 2 Millionen Besucher zum Riff.

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