Türkei: Was Urlauber jetzt wissen müssen

Seit langem war die Türkei ein touristisches Erfolgsmodell, und der Boom schien kein Ende zu finden, neue Hotels wurden gebaut fast wie am Fließband. Da haben allerdings, wie sich nun herausstellte, die Hoteliers die Rechnung ohne ihren Präsidenten gemacht. Nicht nur die Terroranschläge der vergangenen Monate als solche, nicht nur die Militärrevolte, sondern auch die Reaktion der Regierung darauf tragen allesamt zur Verunsicherung bei. Bei letzterer ist es vor allem die jüngste Verhängung des Ausnahmezustandes, die auch für die wohlwollendsten Türkei-Reisenden Fragen aufwirft. Wer möchte schon im Urlaub ein Ausgangsverbot erleben? Wer möchte jederzeit mit Polizeikontrollen rechnen müssen oder sich durchsuchen lassen?

Der Ausnahmezustand gilt bis in die letzten Winkel des Landes, also auch an den harmlosesten Stränden der Türkischen Riviera oder ehrwürdigen Urlaubsorten wie Bodrum und Lara. Das deutsche Auswärtige Amt warnt ausdrücklich vor den Reisen in sechs bestimmte Städte und drei bestimmte Provinzen (die nicht in den wichtigen touristischen Gebieten liegen). Einzelheiten finden Sie hier.

Einem wahren Türkei-Freund könnten die Tränen kommen darüber, was in dem Land derzeit vor sich geht. Einige Tapfere von ihnen fliegen dennoch weiterhin zum Urlaub an türkische Strände, und mit allergrößter Wahrscheinlichkeit wird dort auch niemand zu Schaden kommen, sondern – im Gegenteil – sich bestens erholen. So oder so: Die türkische Politik gibt sich derzeit alle Mühe, Urlaubern ihr Land zu verleiden.

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