Karibik: Ein neues Virus-Fieber breitet sich aus – Chikungunya

Dass man in einigen fernen, warmen Urlaubsregionen gut beraten ist, sich insektenwidrig zu bekleiden, ist vielen Reisenden bekannt. Am Beispiel des sich ausbreitenden Dengue-Fiebers haben wir dazu schon öfters berichtet (u. a. http://www.reiseinfoweb.de/magazin/reisewarnungen/3963_madeira-urlauber-sollten-sich-vor-mueckenstichen-schuetzen.html ). Dengue hat nun seit einiger Zeit einen neuen Kumpan und Mitstreiter gegen die menschliche Gesundheit gefunden. Denn etliche Stechmücken (oder „-mückchen“, „Mosquitos“ eben) können zunehmend auch den Virus übertragen, der das Chikungunya-Fieber auslöst.

Wir reden also bei den betroffenen Reisezielgebieten, soweit es die klassischen Ausbreitungsgebiete angeht,  vor allem über das südliche Afrika und den indisch-indonesischen Subkontinent. Was aber aktuell Sorgen macht und für Karibik-reisende interessant ist, sind zahlreiche (mehrere Tausend) neue bestätigte Fälle, die sich hauptsächlich auf Martinique, Guadeloupe and St. Martin konzentrieren. Im Vergleich zum Dengue-Fieber bringt Chikungunya weniger oft und nur kurz (bis fünf Tage) anhaltendes Fieber mit sich; die Hauptbeschwerden sind Gelenkschmerzen, die aber sehr heftig ausfallen können, schon bei bloßer Berührung der betroffenen Gelenke; und Chikungunya – die gute Nachricht zum Schluss – heilt meist folgenlos ab (wenn auch nicht immer, vereinzelt kommen sogar Todesfälle vor).

Auch gegen das Chikungunya-Fieber – ganz wie im Falle Dengue – gibt es keine Schutzimpfung. Möglicherweise wird sich das bald ändern, denn die USA sehen sich durch die erstaunlich Ausbreitung der Ansteckungen in den letzten Monaten alarmiert. Vielleicht fühlt sich ja die amerikanische Pharmazeutische Industrie bald berufen, sich ein Gegenmittel einfallen zu lassen. Bis dahin hilft nur eines, um den Urlaub mückenfrei, oder zumindest infektionsfrei, zu genießen: Insektenspray und schützende Kleidung.

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