Indien: Viele Piloten sind Amateure

Lesen bildet, auch das Lesen der „Times Of India“. Und was haben wir aus der Lektüre der letzten Wochen gelernt? Zum Beispiel, dass man vor einer Indienreise darum beten könnte, in Indien einen ausgebildeten Piloten am Steuerknüppel zu haben. In Deutschland ist es vermutlich schwerer, sich als falscher Pilot bei einer seriösen Airline einzuschleichen, als sich als falscher Arzt erfolgreich bei einem Krankenhaus zu bewerben. In Indien wird hingegen von offizieller Seite geschätzt, dass zwischen 20 und 30 Prozent aller 4500 indischen Piloten keine oder keine rechtmäßig erworbene Fluglizenz haben. Aus Kreisen der indischen Zivilluftfahrtbehörde Zivilluftfahrtbehörde DGCA derartige Schätzungen zu hören, muss als Alarmsignal ersten Ranges gewertet werden. Viele Lizenzen werden Berichte zufolge durch Bestechung, Betrug und Schludrigkeit zu Unrecht vergeben oder sie werden einfach gefälscht. Immer wieder auftauchende Pressemeldungen über offensichtliche und gefährliche Pilotenfehler etwa bei Landungen und einzelne Aufdeckungen und Festnahmen dürften nur die Spitze eines Eisberges sein. Eine erfahrene Pilotin sagte über die Arbeit etlicher Kollegen:  „Sie sind so ahnungslos, dass sie nicht einmal grundlegende Dinge wie die Vorbereitung des Cockpits oder einfache Sicherheitschecks durchführen können. Ich würde ihnen das Leben meiner Familie nicht anvertrauen.“ (Zitat der Times Of India, 20.3.11). Wie oder was auch immer man über falsche Piloten und ihre armen Passagiere denken mag – es ist noch keiner oben geblieben …

Empfehlen/Bookmark
Kommentare sind geschlossen.

Teilen heisst lieben!

Empfehle reiseinfoweb.de deinen Freunden und Bekannten via Facebook und Twitter, über E-Mail oder einfach am Telefon. Wenn du eine Webseite hast, verlinke uns bitte!