Island: Eine Urlandschaft wird zur Tourlandschaft

Sie können Island – jedenfalls seine urweltliche Landschaft – recht gut kennen lernen ohne dorthin zu reisen. Sie müssen nur oft genug ins Kino gehen, und in die richtigen Filme natürlich. Was haben Filme wie „James Bond: Stirb an einem anderen Tag“, „Mission Impossible 2“, „Pearl Harbour“, „Das Fünfte Element“, „Independence Day“, „Forrest Gump“ gemeinsam? Sie – und viele, viele andere berühmte Streifen – wurden zumindest teilweise in Island gedreht, der gigantischen Natur des Landes wegen. Ein Konzentrat der isländischen Urnatur zeigt der Thingvellir-Nationalpark, das wohl beliebteste Reiseziel in Island.

Island ist im Bewusstsein von Mitteleuropäern zwar ein weit entferntes, im unendlichen Norden gelegenes Land. In Wirklichkeit liegt es aber auf den Breitengraden Mittelnorwegens und ist recht gut zu erreichen. In den letzten 10 Jahren hat das kleine Land durch sportliche und politische Schlagzeilen mehr und mehr touristische Aufmerksamkeit gefunden, und das nicht nur in Europa, sondern auch in den USA. Die Touristenzahl hat sich innerhalb weniger Jahre rund vervierfacht. Zwar nutzen die meisten Reisenden die Monate Mai bis September für ihren Besuch (mit Tageshöchsttemperaturen zwischen ca. 9,5 und 13,5 Grad), aber die kühleren Monate mit ihrem Flair gewinnen stark an Beliebtheit. Zum Beispiel besuchten im Januar dieses Jahres (Januar 2016) über 60.000 Touristen das nordische Eiland, das nur ca. 336.000 Einwohner hat.

Sie wollen mal eine ziemlich exclusive Reise machen? Dann ziehen Sie Island in Betracht. Denn angesichts der genannten Zahlen ist Island – im Vergleich zu etablierten Urlaubszielen – immer noch ein fast unbekanntes Land. Und eines mit überwältigenden Naturlandschaften.

Natürlich gibt es auch Reisende, die sich aus anderen Gründen auf den Weg nach Island machen. Die Filmcrews nannten wir bereits. Aber auch Politiker sind es dann und wann, die zwischen Ost und West einen halbwegs „mittleren“ Tagungsort suchen. So machten es einmal Ronald Reagan und Michail Gorbatschow, als sie die Hauptstadt der Insel, Reykjavík , als neutralen Boden für Abrüstungsgespräche nutzten. Island ist eine Reise wert, und noch gibt es keine Beschränkungen, noch findet man gut ein Hotelzimmer. Es mehren sich aber die Stimmen in der isländischen Bevölkerung, die den Tourismus begrenzen wollen, auf ein „naturverträgliches Maß“. Vielleicht machen Sie sich einfach mal Ihr eigenes Island-Bild. Wie wär´s?

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