Griechenland: Diesmal keine Philippika!

So manches mal haben wir uns an dieser Stelle über manche Griechen gewundert, die das Heil ihres Landes in einem gewissen Maß an Destruktion sahen (Stichworts Streiks) statt in konstruktivem Aufbau sahen. Oder immer noch sehen, denn auch für das soeben vergangene Wochenende waren ja wieder Streiks des Luftfahrtpersonals angekündigt. Diese wurden jedoch so plötzlich wieder abgesagt, dass manche Flüge dann trotzdem NICHT starten konnten.

Ja, wir haben viel gemeckert über Griechenland in den letzten beiden Jahren – etliche Philippiken waren das, wie man so sagt. Und dass man das so sagt, verdanken wir dem antiken griechischen Redner Demosthenes, der im Jahre 322 vor Christus 38jährig starb (was damals eine normale Lebenserwartung darstellte). In seinen 30er Lebensjahren stieg er zu einem führenden Politiker Athens auf und hielt in dieser Funktion eine flammende Rede gegen den damaligen König von Mazedonien, Philipp II. Seither steht der Begriff „Philippika“ für eine „Straf-, Angriffs-, Brand- oder Kampfrede“ (Wikipedia).

Nun gibt es bis heute in Nordostgriechenland den Ort Philippi, der noch vor jener Brandrede – nämlich während Demosthenes´ Kindheit – nach ebendiesem König Philipp benannt wurde, von dem König selbst natürlich. Der Ort wurde Zeuge großer historischer Ereignisse, dort fanden nämlich große Schlachten im Zusammenhang mit der früheren Ermordung des römischen Herrschers Cäsar (von dessen Name der Begriff „Kaiser“ abgeleitet ist) statt.

Und heute nun,  rund 2100 Jahre nach Cäsar, zieht der historische Ort Philippi – auch wenn man es vielleicht nicht gedacht hätte – zunehmend Touristen an. Damit sind wir, als Reiseseite reiseinfoweb.de, natürlich mitten in unserem Metier. Seit Jahren nimmt deren Zustrom zu, teils kommen sie von weit her, sogar aus Japan und aus Korea. Etliche von ihnen kommen wegen der christlichen Tradition, die Philippi auch noch hat, zurückgehend auf den Apostel Paulus. Im vorigen Jahr kamen 50.000, in diesem bereits bisher 65.000 Touristen in den kleinen Ort in der Nähe von Thessaloniki. Manchen wird das bereits ein bischen zuviel. Daher unser Reisetipp: Sollte Sie Griechenland lieben (und das nicht nur wegen seiner Strände), griechische Kultur, antike Theater, christliche Wurzeln (in Philippi taufte Paulus persönlich die ersten Europäer) – dann könnte Philippi auch Reiseziel für Sie sein. Die Mehrzahl der Reisenden wohnt im benachbarten Hafenstädtchen Kavala, das 10 km südlich unmittelbar an der Küste liegt. Und dort gibt es sogar einen schönen Strand.

Da sollten Sie gut und leicht hinkommen: Der deutsche Flughafenbetreiber Fraport ist – im Zuge der Privatisierungsanstrengungen Griechenlands – der neue Pächter des  Flighafens von Kavala.

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