Türkei: Deutsche Reisemanager tagen woanders

Alljährlich tagen Spitzenmanager der deutschen Reisebranche in einem wichtigen Reiseland, an einer bedeutenden Destination. Voriges Jahr, 2015 also, fand die Tagung in der portugiesischen Hauptstadt Lissabon statt, mit rund 800 im DRV (Deutscher Reise Verband) organisierten Verantwortlichen.

In diesem Jahr, 2016, soll(te) diese bedeutende Tagung im türkischen Urlaubsort Kusadasi stattfinden. Dieses türkisch-ägäische Küstenstädtchen wäre ein wirklich schöner Tagungsort – gewesen. Denn die Tagung wurde zwar nicht abgesagt, aber in die deutsche Hauptstadt Berlin verlegt. Zu wenige Zusagen von Teilnehmern gab es für Kusadasi, und zuviele Absagen bereits angemeldeter Teilnehmer. Alles Reiseprofis, wohlgemerkt, und mit den (Reise-)Verhältnissen in der Türkei bestens vertraut.

Unter den Kritikern des Tagungsortes Kusadasi befand sich auch der langjährige Ameropa-Chef Walter Krombach, der bei einer Türkei-Reise um seine persönliche Bewegungsfreiheit fürchtet, wegen einiger kritischer Äußerungen zur Lage im Land bzw. zum herrschenden Regime.

Tja, liebe Türkei, so schön deine Küsten auch sind, und so gut wir auch wissen, dass an ihnen kaum ein Tourist zu Schaden kommt: Das Reisen an eure Gestade habt ihr so manchen nun doch ein bischen verleidet. Deutsche, die Geld bringen (als Touristen), sind euch willkommen. Deutsche, die nach dem Wohlbefinden deutscher Soldaten schauen wollen (Bundestagsabgeordnete), sind nicht willkommen. Da gibt es offensichtlich ein Problem.

Was wir uns wünschen: Dass die DRV-Manager und wir wieder genauso gern und oft in die schöne Türkei und zu ihren freundlichen Menschen reisen können wie in den vielen Jahren zuvor.

 

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