Sharm El-Sheikh

Sharm El-Sheikh

Sharm El-Sheikh (©WomEOS-flickr.com)

Sharm El-Sheikh

Sharm El-Sheikh (©John6536-flickr.com)

Welcher Ort mit gerade mal 12.000 Einwohnern hat schon einen eigenen Flughafen? Nun, Sharm El-Sheikh oder auch Scharm -El-Scheich („Scheichsbucht“) hat ihn. Jährlich werden 5 Millionen Passagiere gezählt, die Kapazität ist auf 8 Millionen ausgelegt. Dabei sind die 12.000 Einwohner schon das Ergebnis eines drastischen Wachstums der Einwohnerzahl: Im Jahre 1980 war der Ort ein Fischerdorf mit 100 (hundert) Einwohnern – und er war von Israel besetzt. Israel hatte nämlich im sogenannten Sechstagekrieg von 1962 den Sinai erobert und unter anderem Scharm El-Scheich als Stützpunkt erwählt – so erhielt der der Ort einen Militärflughafen, den Vorläufer des heutigen Zivilflughafens. Nach dem Abzug der Israelis im Jahre 1982 konnte der Tourismus und das Wachstum des Ortes so richtig beginnen, die natürlichen Voraussetzungen dafür waren ja ideal: Angenehmes Klima (die Temperaturen fallen nicht unter 22 Grad und steigen nicht über 35 Grad), Meeresufer, Strand, viel Platz für Hotels und Ortserweiterung – ja beinahe unendlich viel Platz. Und vor allem bietet an dieser Stelle das Rote Meer eines der schönsten Tauchreviere der Erde an. Kein Wunder, dass Sharm El-Sheikh zum Mekka der Taucher wurde und die Diving Industry die führende Erholungsbranche im Ort darstellt.

Weil nicht zuletzt auch wohlhabende Menschen wissen wo es besonders schön ist, gehört der Ort heute zu den teuersten Urlaubsquartieren Ägyptens. Neben allem anderen, was man in einem feudalen Urlaubsquartier erwartet, bietet Sharm auch mehrere Spielcasinos. Wenn man in dieser Hinsicht auch vielleicht mit Las Vegas nicht konkurrieren kann, so gibt es doch in der Gemeinsamkeit auch einen entscheidenden Unterschied: Beide Orte haben zwar Wüstenlage – sozusagen -, aber Scharm El Scheich hat außerdem auch nochdas Meer. Man hat zwar in Las Vegas schon Venedig nachgebaut, das Rote Meer wird man nicht nachbauen können. Und von den Weißflossenhaien die darin schwimmen – und gelegentlich auch schon Menschen gebissen haben – kann man ja halten was man will; aber die Wahrscheinlichkeit im Casino von Scharm El Scheich zu gewinnen dürfte immer noch wensentlich größer sein als die „Aussicht“ auf einen schmerzhaften Haikontakt.

Sharm El-Sheikh

Sharm El-Sheikh (©goredsea-flickr.com)

Der Name „Scheichsbucht“ stammt aus einer Zeit, als es noch keine Ölscheichs gab. Ein Scheich konnte genauso arm oder ärmer sein als ein Indianerhäuptling bei Karl May. Dass der Ortsname einmal das Kostenniveau des ortes bezeichnen würde hatte niemand erwartet, als das kleine Fischerdorf 100 Einwohner zählte.

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